Kurzantwort: Salate zum Grillen müssen drei Dinge können: am Vortag oder Morgen fertig sein, ohne Kühlung auf dem Tisch stehen und neben Steak, Würstchen und Halloumi bestehen. Acht Salate erfüllen das: schwäbischer Kartoffelsalat mit Brühe, Essig und Öl statt Mayonnaise, Nudelsalat mit Pesto und Tomaten, Coleslaw, Tomaten-Mozzarella, Couscous-Salat mit Kräutern und Zitrone, Bohnensalat, griechischer Bauernsalat und Wassermelone mit Feta. Zwei sättigende und zwei frische Salate reichen für acht Gäste, mit Vinaigrette im Schraubglas und Brot.
Beim Grillen kommt das Fleisch vom Rost, die Salate kommen vom Tisch, und sie entscheiden, ob der Abend ein Essen ist oder nur Würstchen. Die guten Grillsalate haben kein Mayonnaise-Dressing, das in der Sonne kippt, sie werden vorher gemacht und ziehen durch, statt zu welken, und sie bringen, was dem Fleisch fehlt: Säure, Frische, Kohlenhydrate, Kälte. Dieser Kanon aus acht Salaten hat mehrere Sommer überstanden und deckt Kinder, Vegetarier und Steak-Esser ab.
Hier findest du den Kartoffelsalat als Grundrezept, sieben weitere Salate mit Mengen für acht, die Regel für Salate, die stehen bleiben, die Vinaigrette im Schraubglas, welche Salate zu welchem Fleisch, die Reihenfolge am Grilltag, Salate für Vegetarier als Hauptgericht, Kinder, Reste, Nährwerte, Kosten und die Fehler, die Grillsalate matschig oder gefährlich machen.
Schwäbischer Kartoffelsalat für den Grill — das Rezept
- Vorbereitung: 20 Min.
- Garzeit: 25 Min.
- Gesamt: 45 Min.
- Ergibt: 8 Portionen
- Pro Portion: 210 kcal
Zutaten
- 1,5 kg festkochende Kartoffeln
- 1 Zwiebel
- 250 ml heiße Rinder- oder Gemüsebrühe
- 4 EL Weißweinessig
- 6 EL Rapsöl oder Sonnenblumenöl
- 1 TL Senf
- 1 TL Zucker
- Salz, Pfeffer
- 1 Salatgurke (optional)
- 3 EL Schnittlauch
- Optional: 2 EL Gewürzgurken, gewürfelt
Zubereitung
- Kartoffeln in der Schale 25 Minuten kochen, kurz abkühlen, noch warm pellen und in 3 mm dünne Scheiben schneiden.
- Zwiebel fein würfeln, mit der heißen Brühe, Essig, Senf, Zucker, Salz und Pfeffer verrühren und über die warmen Kartoffelscheiben gießen. Vorsichtig mischen, 30 Minuten ziehen lassen, bis die Brühe aufgesogen ist.
- Öl unterheben, Gurke in dünnen Scheiben und Schnittlauch dazu, abschmecken, der Salat soll kräftig sauer und salzig sein.
- Mindestens eine Stunde, besser 3 Stunden bei Zimmertemperatur durchziehen lassen, vor dem Servieren erneut abschmecken. Ohne Mayonnaise bleibt er auf dem Grilltisch stundenlang gut.
Die Regel für Grillsalate
Kein rohes Ei, keine Mayonnaise, keine Sahne im Dressing, wenn der Salat länger als eine Stunde in der Wärme steht, sie kippen und sind ein Risiko. Stattdessen Essig, Öl, Senf, Zitrone, Joghurt nur für Salate, die kalt bleiben. Blattsalate erst am Tisch anmachen, alles andere Stunden vorher, damit es durchzieht. Feste Zutaten, die Dressing aufnehmen: Kartoffeln, Nudeln, Couscous, Bohnen, Kohl, Tomaten, Gurken, Melone. Zwei Salate, die sättigen, zwei, die erfrischen, für acht Gäste je 200 g Salat pro Person insgesamt. Schüsseln mit Deckel, Löffel für jeden, im Schatten auf dem Tisch.
Salat 1: Schwäbischer Kartoffelsalat
Das Rezept oben in der Karte: 1,5 Kilo festkochende Kartoffeln, warm gepellt und in dünne Scheiben geschnitten, mit heißer Brühe, Essig, Senf, Zucker und Zwiebel übergossen, 30 Minuten ziehen, dann Öl, Gurke, Schnittlauch. Der Salat ist schlonzig, sauer, würzig und hat keine Mayonnaise, deshalb steht er auf dem Grilltisch den ganzen Abend. Er wird am Morgen gemacht und zieht bis zum Grillen durch. Mit Speckwürfeln kräftiger, mit Radieschen frischer, mit Feldsalat untergehoben festlicher. Der norddeutsche mit Mayonnaise bleibt für den Winter.
Salat 2: Nudelsalat mit Pesto
500 g Fusilli oder Farfalle gekocht, abgeschreckt, mit 150 g Pesto, drei Esslöffeln Olivenöl und dem Saft einer Zitrone gemischt, 300 g halbierte Kirschtomaten, 250 g Mini-Mozzarella, 100 g Rucola, 50 g geröstete Pinienkerne, Salz, Pfeffer. Der Nudelsalat ohne Mayonnaise, der nicht kippt und nach Italien schmeckt, der Rucola kommt kurz vor dem Servieren dazu. Mit getrockneten Tomaten, Oliven und Feta die griechische Version, mit gegrilltem Gemüse vom Vortag die Reste-Version. Für acht als Sättigungsbeilage.
Salat 3: Coleslaw
Ein halber Weißkohl und zwei Möhren fein gehobelt, mit einem Teelöffel Salz 20 Minuten ziehen lassen, ausdrücken. Dressing aus vier Esslöffeln Joghurt, zwei Esslöffeln Mayonnaise, zwei Esslöffeln Apfelessig, einem Teelöffel Zucker, Senf, Pfeffer, für den Grill mit mehr Joghurt und Essig, weniger Mayonnaise, und im Schatten. Mindestens eine Stunde durchziehen. Coleslaw ist der Salat zu Burgern, Pulled Pork, Rippchen und allem Amerikanischen, knackig, cremig, säuerlich. Als Krautsalat mit Essig, Öl, Kümmel und Speck ohne Mayonnaise die deutsche Version für lange Abende.
Salat 4: Tomaten-Mozzarella
Ein Kilo reife Tomaten in Scheiben, 400 g Mozzarella in Scheiben, abwechselnd auf einer Platte, Basilikum, gutes Olivenöl, Balsamico, grobes Salz, Pfeffer. Zehn Minuten, die Platte, die als Erstes leer ist. Mit Pfirsich oder Nektarine in Spalten dazwischen der Sommer, mit Burrata statt Mozzarella das Fest. Die Tomaten werden erst kurz vor dem Servieren gesalzen, sonst ziehen sie Wasser. Kein Salat für den Vortag, aber einer, der in zehn Minuten steht, während der Grill anheizt.
Salat 5: Couscous-Salat
300 g Couscous mit 350 ml heißer Brühe übergossen, zehn Minuten quellen, mit der Gabel auflockern. Dazu je ein Bund Petersilie und Minze gehackt, 300 g Kirschtomaten gewürfelt, eine Gurke gewürfelt, eine rote Zwiebel, eine Dose Kichererbsen, der Saft von zwei Zitronen, sechs Esslöffel Olivenöl, Kreuzkümmel, Salz. Der Couscous-Salat ist die sättigende Beilage für Vegetarier und alle, die keine Kartoffeln wollen, er zieht Stunden durch und wird besser. Mit Granatapfelkernen und Feta orientalisch, mit Bulgur statt Couscous das Taboulé.
Salat 6: Bohnensalat
500 g grüne Bohnen, sechs Minuten gekocht, abgeschreckt, mit einer Dose weißer Bohnen, einer roten Zwiebel in Ringen, 200 g Kirschtomaten, Vinaigrette aus vier Esslöffeln Essig, sechs Esslöffeln Öl, Senf, Knoblauch und Bohnenkraut. Zwei Stunden durchziehen. Der Bohnensalat ist der Salat zu Lamm und Steak, der im Süden Deutschlands auf jedem Grilltisch steht, sauer und würzig, und er hält im Kühlschrank drei Tage.
Salat 7: Griechischer Bauernsalat
Ein Kilo Tomaten in Stücken, zwei Gurken in Scheiben, eine rote Zwiebel in Ringen, eine grüne Paprika in Streifen, 200 g Kalamata-Oliven, 300 g Feta in Stücken oder als Block obenauf, Oregano, viel Olivenöl, ein Spritzer Essig, Salz. Kein Blattsalat, deshalb steht er zwei Stunden. Der Salat zu Souvlaki, Gyros, Lammkoteletts und Halloumi, mit Fladenbrot ein Hauptgericht für Vegetarier. Der Feta kommt zuletzt, damit er nicht zerfällt.
Salat 8: Wassermelone mit Feta
Eine kleine Wassermelone, kernlos, in Würfeln, 200 g Feta zerbröselt, eine Handvoll Minze, eine rote Zwiebel hauchdünn, Saft einer Limette, drei Esslöffel Olivenöl, grobes Salz, Pfeffer. Zehn Minuten, kalt aus dem Kühlschrank, kurz vor dem Servieren gemischt. Süß, salzig, kalt, der Salat, der an heißen Abenden neben dem Fleisch am schnellsten weg ist und Kinder wie Erwachsene nimmt. Mit Gurke und Oliven griechischer, mit Chili und Koriander mexikanischer.
Die Vinaigrette im Schraubglas
Drei Teile Öl, ein Teil Essig, ein Teelöffel Senf, ein Teelöffel Honig, Salz, Pfeffer, eine gepresste Knoblauchzehe, im Schraubglas geschüttelt, das ergibt die Emulsion, die bindet. 150 ml Öl und 50 ml Essig reichen für zwei Salate. Mit Zitrone statt Essig für Couscous und Melone, mit Balsamico für Tomaten, mit Apfelessig für Kohl, mit Joghurt für alles Cremige. Ein Glas Vinaigrette im Kühlschrank hält zwei Wochen und macht jeden Salat in einer Minute fertig, auch den Blattsalat am Tisch.
Welcher Salat zu welchem Fleisch
Zu Bratwurst und Steak Kartoffelsalat und Bohnensalat. Zu Burger und Pulled Pork Coleslaw. Zu Lamm, Souvlaki und Halloumi Bauernsalat und Couscous. Zu Hähnchen Nudelsalat und Melone. Zu Fisch Tomaten-Mozzarella und Couscous. Zu Rippchen Coleslaw und Kartoffelsalat. Für einen gemischten Grill Kartoffelsalat, Coleslaw, Couscous und Melone, das deckt alles. Zwei sättigende, zwei frische, mehr braucht kein Tisch.
Die Reihenfolge am Grilltag
Vortag: Vinaigrette, Bohnensalat, Couscous-Salat. Morgen: Kartoffelsalat, Coleslaw, Nudelsalat ohne Rucola. Eine Stunde vor den Gästen: Bauernsalat, Tomaten-Mozzarella, Melone geschnitten. Beim Servieren: Rucola in den Nudelsalat, Feta auf den Bauernsalat, Melone mischen, Blattsalat anmachen. Die Salate stehen im Schatten unter Deckeln, das Fleisch kommt in Wellen vom Grill. Wer die Salate nach diesem Plan macht, steht am Grilltag nicht in der Küche.
Für Vegetarier und Kinder
Couscous-Salat mit Kichererbsen, Bauernsalat mit Feta und Nudelsalat mit Mozzarella sind Hauptgerichte für Vegetarier, mit gegrilltem Halloumi und Gemüsespießen dazu ist niemand hungrig. Kinder essen Nudelsalat, Kartoffelsalat und Melone, Coleslaw mit weniger Zwiebel, Tomaten-Mozzarella ohne Basilikum. Ein Salat ohne Zwiebel und ohne Chili auf dem Tisch reicht für die Kinder, den Rest nehmen sie mit der Zeit.
Reste
Kartoffelsalat hält zwei Tage im Kühlschrank und wird gebraten zu Bratkartoffeln. Nudelsalat und Couscous zwei Tage, das Mittagessen im Büro. Coleslaw drei Tage, wird weicher. Bohnensalat drei Tage. Bauernsalat einen Tag, die Tomaten ziehen Wasser. Melone und Tomaten-Mozzarella am Abend aufessen. Was zwei Stunden in der Sonne stand, wird nicht aufgehoben, das ist die Regel für Grillsalate.
Nährwerte
Eine Portion Kartoffelsalat mit Essig-Öl hat etwa 210 kcal, Nudelsalat mit Pesto 380, Coleslaw 120, Tomaten-Mozzarella 250, Couscous-Salat 320, Bohnensalat 150, Bauernsalat 280, Wassermelone mit Feta 160. Zwei Salate je Gast sind 400 bis 600 Kilokalorien neben dem Fleisch. Die Salate ohne Mayonnaise sind die Hälfte der Kalorien der Mayonnaise-Versionen.
Kosten
Kartoffelsalat für acht drei Euro, Nudelsalat sieben, Coleslaw zwei, Tomaten-Mozzarella zehn, Couscous fünf, Bohnensalat vier, Bauernsalat acht, Melone mit Feta sechs. Vier Salate für acht Gäste rund 20 Euro, 2,50 Euro je Gast, weniger als das Fleisch und das, was den Abend füllt.
Der Ablauf
Vortag eine Stunde: Vinaigrette, Bohnen, Couscous. Morgen eine Stunde: Kartoffeln kochen, Kohl hobeln, Nudeln kochen, alle drei anmachen. Nachmittag 30 Minuten: Tomaten, Gurken, Melone schneiden. Zweieinhalb Stunden für acht Salate für acht Gäste, die vier Stunden auf dem Tisch stehen.
Brot und Dips dazu
Baguette, Fladenbrot oder Ciabatta neben den Salaten, ein Kräuterquark, eine Aioli und ein Tzatziki in Schälchen. Brot und Dips sind der Übergang zwischen Salat und Fleisch und die Rettung, wenn das Fleisch länger braucht. Ein Salat, ein Brot, ein Dip auf dem Teller, dazu Fleisch, das ist der Grillteller, der alle satt macht.
Typische Fehler
Mayonnaise in der Sonne: kippt. Blattsalat vorher angemacht: welk. Kartoffelsalat mit kalten Kartoffeln: nimmt kein Dressing auf. Mehlige Kartoffeln: Brei. Nudeln nicht abgeschreckt: kleben. Tomaten früh gesalzen: Wasser. Rucola früh in den Nudelsalat: matschig. Coleslaw ohne Salzen des Kohls: wässrig. Zu wenig Säure: neben dem Fleisch fad. Sechs Salate für acht: die Hälfte bleibt übrig. Kein Löffel je Schüssel: Fleischgabel im Salat.
Häufige Fragen
Welche Salate passen zum Grillen?
Kartoffelsalat mit Essig-Öl, Nudelsalat mit Pesto, Coleslaw, Couscous, Bohnensalat, Bauernsalat, Tomaten-Mozzarella, Melone mit Feta.
Welche Salate kann ich am Vortag machen?
Bohnensalat, Couscous-Salat, Vinaigrette, am Morgen Kartoffelsalat, Coleslaw, Nudelsalat.
Wie viel Salat für acht Personen?
Vier Salate, je 200 g Salat pro Person insgesamt, zwei sättigende, zwei frische.
Welcher Salat zu Steak?
Kartoffelsalat, Bohnensalat, Tomaten-Mozzarella.
Welche Salate bleiben ohne Kühlung gut?
Alle ohne Mayonnaise, Ei und Sahne: Essig-Öl-Salate, Couscous, Bohnen, Kohl mit Essig.
Quellen
Geschrieben von Clara, Redaktion geschmacksguru.com — sie schreibt hier über Rezepte, Zutaten und Küchentechnik.

