Obstkuchen vom Blech mit Pflaumen

Obstkuchen-Rezept: Rührteig vom Blech mit Obst nach Saison

Kurzantwort: Ein Obstkuchen vom Blech entsteht aus einem Rührteig aus 250 g Butter, 200 g Zucker, fünf Eiern, 400 g Mehl mit Backpulver und 100 ml Milch, der auf dem Blech verstrichen, mit Semmelbröseln bestreut und mit einem Kilo Obst der Saison dicht belegt wird, Schnittfläche nach oben, leicht eingedrückt. Zimtzucker oder Streusel obenauf, 35 Minuten bei 180 Grad. Die Brösel binden den Saft, das Eindrücken verhindert, dass das Obst versinkt. Pflaumen, Äpfel, Kirschen, Aprikosen, Rhabarber und Beeren funktionieren mit demselben Teig.

Der Obstkuchen vom Blech ist der Kuchen, den es in jeder Familie gibt und der mit dem Kalender wechselt: Rhabarber im Mai, Kirschen im Juli, Pflaumen im September, Äpfel im Oktober. Der Teig bleibt derselbe, das Obst macht die Jahreszeit. Er ist der einfachste Kuchen für viele Gäste, in 25 Minuten vorbereitet, 20 Stücke, und er braucht keine Form, keine Deko und keine Kühlzeit.

Hier findest du das Grundrezept, das Obst nach Saison mit Mengen und Vorbereitung, den Rührteig, warum das Obst nicht versinkt, Streusel und Guss, die Alternativen mit Mürbeteig und Hefeteig, den Kuchen mit Tiefkühlobst, Varianten mit Quark und Pudding, das Aufbewahren, Nährwerte und die Fehler, die Obstkuchen matschig oder trocken machen.

Obstkuchen vom Blech mit Pflaumen
Obstkuchen vom Blech: Rührteig, ein Kilo Obst, 35 Minuten. Foto: andrusdevelopment, CC BY 4.0

Obstkuchen vom Blech mit Rührteig — das Rezept

  • Vorbereitung: 25 Min.
  • Garzeit: 35 Min.
  • Gesamt: 1 Std.
  • Ergibt: 20 Stücke
  • Pro Portion: 260 kcal

Zutaten

  • 250 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 5 Eier
  • 400 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 100 ml Milch
  • Abrieb einer Zitrone
  • 1 kg Obst nach Saison (Pflaumen, Äpfel, Kirschen, Aprikosen, Rhabarber, Beeren)
  • 2 EL Semmelbrösel oder gemahlene Mandeln
  • Zimtzucker oder Streusel aus 100 g Mehl, 60 g Zucker, 60 g kalter Butter
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Backblech (etwa 30 x 40 cm) fetten oder mit Backpapier auslegen.
  2. Obst vorbereiten: Pflaumen und Aprikosen halbieren und entsteinen, Äpfel schälen und in Spalten schneiden, Kirschen entsteinen, Rhabarber schälen und in 2 cm Stücke schneiden, Beeren verlesen.
  3. Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz 5 Minuten cremig rühren. Eier einzeln je eine Minute unterrühren.
  4. Mehl und Backpulver mischen, abwechselnd mit der Milch kurz unterrühren, Zitronenabrieb dazu. Teig auf dem Blech gleichmäßig verstreichen, mit Semmelbröseln bestreuen.
  5. Obst dicht an dicht mit der Schnittfläche nach oben auf den Teig legen und leicht eindrücken. Mit Zimtzucker bestreuen oder Streusel darüber verteilen.
  6. 35 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist und ein Stäbchen im Teig sauber herauskommt. Auf dem Blech auskühlen, in 20 Stücke schneiden, mit Puderzucker bestäuben.

Das Obst nach Saison

Rhabarber von April bis Juni, geschält, in Stücken, säuerlich, braucht 30 g mehr Zucker. Erdbeeren im Juni, nur auf den gebackenen Kuchen, sie werden im Ofen matschig. Kirschen im Juli, entsteint, Sauerkirschen besser als Süßkirschen. Aprikosen im Juli und August, halbiert, Schnittfläche nach oben. Heidelbeeren und Johannisbeeren im Juli, mit Mehl bestäubt. Pflaumen und Zwetschgen im September, halbiert, der Klassiker. Äpfel und Birnen von September bis Frühjahr, geschält, in Spalten, säuerliche Sorten. Ein Kilo Obst für ein Blech, dicht gelegt, mit Stein und Schale sind es 1,2 Kilo beim Einkauf.

Obst der Saison im Korb
Rhabarber im Mai, Kirschen im Juli, Pflaumen im September, Äpfel im Oktober. Foto: CSprotte, CC BY 4.0

Der Rührteig

Butter und Zucker werden fünf Minuten cremig gerührt, bis die Masse hell und luftig ist, die Eier einzeln je eine Minute, dann Mehl mit Backpulver abwechselnd mit Milch, nur kurz, bis alles verbunden ist. Der Teig ist dick und lässt sich mit einer Palette oder einem nassen Löffel auf dem Blech verstreichen, etwa anderthalb Zentimeter hoch. Zitronenabrieb gibt Frische, ein Teelöffel Zimt passt zu Äpfeln und Pflaumen. Mit Öl statt Butter wird der Teig saftiger und bleibt länger weich, mit Butter aromatischer. Ein Blech von 30 mal 40 Zentimetern, für ein kleines Blech drei Viertel der Menge.

Rührteig wird auf dem Blech verstrichen
Der Rührteig wird gleichmäßig auf dem Blech verstrichen. Foto: Vegan Feast Catering, CC BY 4.0

Warum das Obst nicht versinkt

Drei Dinge halten das Obst oben: der Teig ist dick genug, das Obst wird nur leicht eingedrückt statt versenkt, und die Semmelbrösel auf dem Teig saugen den Saft auf, der sonst den Teig unter dem Obst durchweicht. Sehr saftiges Obst wie Kirschen und Beeren wird zusätzlich in einem Esslöffel Mehl gewendet. Wer Rührteig zu dünn verstreicht, hat eine matschige Schicht unter dem Obst, wer ihn zu dick macht, einen Kuchen mit wenig Obst. Anderthalb Zentimeter sind das Maß.

Obst wird auf den Teig gelegt
Obst dicht an dicht, Schnittfläche nach oben, leicht eingedrückt. Foto: Umesh Behari Mathur, CC BY 4.0

Belegen

Das Obst kommt dicht an dicht auf den Teig, Pflaumen und Aprikosen mit der Schnittfläche nach oben, damit der Saft nicht in den Teig läuft, Apfelspalten in Reihen wie Dachziegel, Kirschen und Beeren gleichmäßig verstreut, Rhabarberstücke in Reihen. Lücken schließen sich beim Backen nicht, der Teig geht dazwischen hoch. Wer Muster legt, hat einen Kuchen für Gäste, wer streut, einen für die Familie. Zimtzucker aus zwei Esslöffeln Zucker und einem Teelöffel Zimt obenauf karamellisiert leicht.

Backen

180 Grad Ober-/Unterhitze, Ofenmitte, 35 Minuten. Der Kuchen ist fertig, wenn der Rand goldbraun ist, das Obst weich und ein Stäbchen in einer Teigstelle sauber herauskommt. Umluft mit 160 Grad, 30 Minuten. Mit Streuseln fünf Minuten länger, werden sie zu dunkel, mit Folie abdecken. Der Kuchen kühlt auf dem Blech aus, warm geschnitten bricht er. Saftiges Obst gibt beim Abkühlen noch Flüssigkeit ab, die der Teig aufnimmt.

Obstkuchen im Ofen
35 Minuten bei 180 Grad, bis der Rand goldbraun ist. Foto: ginnerobot, CC BY-SA 4.0

Streusel und Guss

Streusel aus 100 g Mehl, 60 g Zucker und 60 g kalter Butter, mit den Fingern gebröselt, vor dem Backen über das Obst gestreut, machen aus dem Obstkuchen einen Streuselkuchen, mit Zimt für Äpfel und Pflaumen, mit Haferflocken rustikaler. Ein Guss aus Puderzucker und Zitrone nach dem Backen glänzt und süßt. Gehobelte Mandeln vor dem Backen rösten mit. Für Beeren und Kirschen reicht Puderzucker nach dem Backen, das Obst ist selbst die Deko.

Obstkuchen mit Streuseln
Mit Streuseln oder Zimtzucker obendrauf. Foto: princesspumpernickel, CC BY 4.0

Mit Mürbeteig

Mürbeteig aus 300 g Mehl, 150 g Butter, 100 g Zucker und einem Ei, 30 Minuten gekühlt, auf dem Blech ausgerollt, mit Rand, mit Bröseln bestreut, mit Obst belegt, 40 Minuten bei 180 Grad. Der Mürbeteigboden ist knusprig und dünn, das Obst steht im Vordergrund. Er ist die Wahl für Zwetschgendatschi und Apfelkuchen, weniger sättigend als Rührteig, mehr Kuchen für Kenner. Er bleibt zwei Tage knusprig, dann weicht er durch.

Mit Hefeteig

Hefeteig aus 500 g Mehl, 250 ml Milch, 80 g Zucker, 80 g Butter, einem Ei und einem halben Würfel Hefe, eine Stunde gegangen, auf dem Blech ausgerollt, 20 Minuten gegangen, mit Obst belegt, mit Streuseln, 25 Minuten bei 190 Grad. Der Hefeteig ist der Boden für den bayerischen und schwäbischen Obstkuchen, locker, leicht und der beste für Pflaumen. Er ist am Backtag am besten und trocknet schnell.

Mit Tiefkühlobst

Gefrorene Kirschen, Beeren, Pflaumen oder Rhabarber kommen gefroren auf den Teig, nicht aufgetaut, mit zwei Esslöffeln Mehl bestäubt, und der Kuchen backt zehn Minuten länger. Aufgetautes Obst gibt zu viel Wasser ab. Mit Tiefkühlobst ist der Obstkuchen das ganze Jahr möglich, die Kirschen aus dem Beutel sind für den Kuchen oft besser als die aus dem Glas, weil sie fester bleiben. Obst aus dem Glas gut abtropfen lassen.

Mit Quark oder Pudding

Eine Schicht aus 500 g Quark, zwei Eiern, 80 g Zucker und einem Päckchen Puddingpulver auf dem Rührteig, darauf das Obst, 40 Minuten, ergibt den Quark-Obstkuchen, saftiger und cremiger. Oder ein Vanillepudding, gekocht und abgekühlt, unter dem Obst, das ist der Pudding-Obstkuchen der Bäckereien. Beide Varianten sind sättigender und brauchen zwei Stunden Kühlung vor dem Schneiden.

Der Obstkuchen für Gäste

Ein Blech ergibt 20 Stücke, für zwölf Gäste reicht ein Blech mit Sahne, für 30 zwei Bleche mit zwei Obstsorten. Der Kuchen wird am Vortag gebacken, auf dem Blech gelassen und mit einem Tuch bedeckt, am Tag geschnitten und mit Puderzucker bestäubt. Sahne in der Schüssel, Vanillesauce in der Kanne. Der Obstkuchen ist der Kuchen für Gartenfeste, Geburtstage im Büro und Kaffeetafeln, weil niemand ihn ablehnt.

Was dazu passt

Geschlagene Sahne, Vanillesauce, Vanilleeis auf dem warmen Kuchen, Crème fraîche zu Pflaumen, Zimtsahne zu Äpfeln. Kaffee, Tee, ein Glas Milch für Kinder. Zum Zwetschgenkuchen ein Zwetschgenwasser, zum Apfelkuchen ein Apfelwein. Der Kuchen schmeckt lauwarm am besten, eine Stunde nach dem Ofen.

Ein Stück Obstkuchen mit Sahne
Mit Schlagsahne oder Vanillesauce zum Kaffee. Foto: Alina Kakshapati, CC0

Aufbewahren

Der Kuchen hält zwei Tage bei Zimmertemperatur unter einem Tuch, im Sommer im Kühlschrank drei. Am zweiten Tag ist der Teig durch den Obstsaft saftiger. In Stücken eingefroren hält er drei Monate, aufgetaut bei Zimmertemperatur oder zehn Minuten bei 150 Grad im Ofen. Der Kuchen mit Quark oder Pudding gehört in den Kühlschrank und hält drei Tage.

Nährwerte

Ein Stück von zwanzig mit Pflaumen und Zimtzucker hat etwa 260 kcal, 5 g Eiweiß, 12 g Fett und 34 g Kohlenhydrate. Mit Streuseln 320, mit Mürbeteig 240, mit Hefeteig 200, mit Quark 290. Ein Blechkuchen ist leichter je Stück als eine Torte, weil das Obst die Hälfte ist.

Kosten

Der Rührteig kostet rund zwei Euro, ein Kilo Obst der Saison zwei bis drei Euro vom Markt. Ein Blech für 20 Stücke unter fünf Euro, 25 Cent das Stück. Obst aus dem eigenen Garten oder vom Nachbarn macht ihn zum günstigsten Kuchen überhaupt.

Der Ablauf

Ofen an, Blech vorbereiten, Obst putzen, zehn Minuten. Teig rühren, acht Minuten. Verstreichen, belegen, streuen, sieben Minuten. 35 Minuten backen. Eine Stunde auskühlen. Zwei Stunden von der Schüssel bis zum ersten Stück, 25 Minuten Arbeit. Wer das Obst am Vorabend vorbereitet, hat morgens 15 Minuten.

Der Obstkuchen in der Springform

Für eine 26-cm-Springform die Hälfte des Teigs und 500 g Obst, 45 Minuten bei 175 Grad, der Kuchen wird höher und braucht länger. In der Springform wird der Apfelkuchen mit Spalten im Kreis zum Sonntagskuchen, der Pflaumenkuchen mit Streuseln zur Herbsttorte. Die Form kommt ohne Rand aus, weil der Rührteig sich selbst hält. Für zwei kleine Formen die Menge teilen und eine einfrieren.

Obstkuchen am Vortag

Der Kuchen mit Rührteig ist am zweiten Tag besser als am ersten, weil der Obstsaft in den Teig zieht und ihn saftig macht, deshalb wird er für Feste am Vortag gebacken. Mürbeteig und Hefeteig sind am Backtag am besten. Wer für den Sonntag backt, backt Rührteig am Samstag, Hefeteig am Sonntagmorgen.

Typische Fehler

Teig zu dünn: matschig unter dem Obst. Keine Brösel: durchweicht. Obst versenkt: Kuchen ohne Obst obenauf. Erdbeeren mitgebacken: Matsch. Aufgetautes TK-Obst: wässrig. Süßkirschen: fad. Süße Äpfel: langweilig. Zu heiß gebacken: Rand verbrannt, Mitte roh. Warm geschnitten: bricht. Streusel zu dunkel: nicht abgedeckt. Zu wenig Obst: Rührkuchen mit Deko.

Häufige Fragen

Welches Obst für Obstkuchen?

Pflaumen, Äpfel, Kirschen, Aprikosen, Rhabarber, Beeren, je nach Saison. Nicht Erdbeeren, Melone oder Kiwi.

Warum versinkt das Obst?

Teig zu dünn, Obst zu tief gedrückt oder keine Brösel. Nur leicht eindrücken.

Kann ich gefrorenes Obst nehmen?

Ja, gefroren auf den Teig, mit Mehl bestäubt, zehn Minuten länger backen.

Rührteig, Mürbeteig oder Hefeteig?

Rührteig für saftig und einfach, Mürbeteig für knusprig, Hefeteig für locker und klassisch.

Wie lange hält Obstkuchen?

Zwei Tage bei Zimmertemperatur, eingefroren drei Monate.

Quellen

Geschrieben von Clara, Redaktion geschmacksguru.com — sie schreibt hier über Rezepte, Zutaten und Küchentechnik.

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