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Kurz gesagt: Spitzkohl ist deutlich zarter und milder als Weißkohl und entsprechend schneller gar. In der Pfanne braucht er 8 bis 10 Minuten, gedünstet 10 bis 15, im Backofen etwa 25. Roh im Salat funktioniert er ebenfalls.
Wer ihn wie Weißkohl behandelt, kocht ihn zu Tode.
Die Garzeiten
In der Pfanne, in Streifen: 8 bis 10 Minuten
Gedünstet: 10 bis 15 Minuten
In der Suppe: 10 Minuten, zuletzt zugeben
Im Backofen, in Spalten: 25 bis 30 Minuten bei 200 Grad
Blanchiert für Rouladen: 3 bis 5 Minuten
Vorbereiten
Äußere Blätter entfernen, den Kohl längs vierteln und den Strunk herausschneiden.
Für Pfanne und Salat quer in feine Streifen schneiden – je feiner, desto schneller gar und desto zarter im Salat.
Der zarte Strunk lässt sich klein gewürfelt mitgaren und muss nicht weg.
Die Zubereitungen
In Butter geschmort. Zwiebel andünsten, Kohlstreifen zugeben, mit einem Schuss Brühe ablöschen, salzen, pfeffern, Muskat. Zum Schluss ein Löffel Sahne oder Crème fraîche.
Aus dem Ofen. In Spalten schneiden, mit Öl bestreichen, salzen und bei 200 Grad rösten, bis die Ränder braun werden. Eine der besten Zubereitungen und zugleich die einfachste.
Als Rohkostsalat. Fein gehobelt mit Salz und etwas Zitronensaft durchkneten – das macht ihn zart –, dann mit Öl und Apfelstücken mischen.
Als Rouladen. Die Blätter sind zarter als beim Weißkohl und brauchen weniger Vorgaren.
Warum er milder ist
Spitzkohl hat dünnere Blätter, weniger Zellulose und weniger von den schwefelhaltigen Verbindungen, die den typischen Kohlgeruch verursachen.
Er ist deshalb auch bekömmlicher als Weiß- oder Rotkohl. Kümmel oder Fenchelsamen mildern zusätzlich.
Einkauf und Lagerung
Frischer Spitzkohl ist fest, hat knackige äußere Blätter und einen frischen Schnitt am Strunk.
Im Kühlschrank hält er etwa eine Woche – deutlich kürzer als Weißkohl, weil die Blätter zarter sind.
Saison hat er von Mai bis Oktober; der erste Spitzkohl im Frühjahr gilt als besonders zart.
Häufige Fragen
Kann man Spitzkohl roh essen?
Ja, fein gehobelt als Salat.
Was ist der Unterschied zum Weißkohl?
Zartere Blätter, milderer Geschmack, kürzere Garzeit, kürzere Haltbarkeit.
Muss man den Strunk entfernen?
Den harten Teil ja; der zarte Rest lässt sich mitgaren.
Wie wird er bekömmlicher?
Mit Kümmel oder Fenchel und indem man ihn nicht zu lange gart.
Quellen
Das passt dazu
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Geschrieben von Bella, Redaktion geschmacksguru.com — sie schreibt hier über Rezepte, Zutaten und Küchentechnik.
