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Kurzantwort: Für einen Lillet Wild Berry füllst du ein Weinglas mit Eis, gießt 5 cl Lillet Blanc und 10 cl Schweppes Russian Wild Berry darauf und gibst eine Handvoll Beeren und eine Limettenscheibe dazu. Einmal umrühren, fertig. Lillet ist ein Aperitif aus Bordeaux-Wein und Fruchtlikören mit 17 Vol.-%, den es seit 1887 gibt. Alkoholfrei gelingt der Drink mit weißem Traubensaft, einem Spritzer Limette und derselben Limonade.
Der Lillet Wild Berry ist seit ein paar Sommern der Drink, der in Deutschland auf jeder Terrasse neben dem Aperol Spritz steht: hellrosa, beerig, süß, mit viel Eis. Er hat zwei Zutaten und braucht keine Bar-Ausrüstung.
Weil er so einfach ist, wird er oft zu süß oder zu warm serviert. Hier steht das Rezept mit den Mengen, die Hersteller und Bars verwenden, dazu die Geschichte des Lillet, eine Version ohne Alkohol und ein paar Varianten für Leute, die es weniger süß mögen.
Zutaten für ein Glas
- 5 cl Lillet Blanc, gut gekühlt
- 10 cl Schweppes Russian Wild Berry, gekühlt
- 5 bis 6 große Eiswürfel
- 1 Handvoll Beeren: Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren oder Erdbeeren
- 1 Scheibe Limette
- 1 Zweig Minze, wer mag
Das Glas ist ein bauchiges Weinglas. Es fasst genug Eis, und die Beeren haben Platz.
Zubereitung in drei Schritten
- Glas bis oben mit Eis füllen. Beeren und Limettenscheibe dazwischen verteilen.
- Lillet eingießen, dann die Limonade langsam am Glasrand entlang, damit die Kohlensäure bleibt.
- Einmal von unten nach oben mit dem Löffel ziehen. Minze zwischen den Händen klatschen und aufsetzen, sofort servieren.
Das Verhältnis 1 zu 2 ist der Standard. Wer es herber mag, nimmt 1 zu 1,5 oder ersetzt ein Drittel der Limonade durch Mineralwasser. Beide Flaschen gehören vorher mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank. Eis allein kühlt lauwarme Limonade nicht schnell genug und verwässert den Drink in Minuten.
Was Lillet ist
Lillet ist ein Aperitif aus 85 Prozent Wein und 15 Prozent Fruchtlikören mit 17 Vol.-% Alkohol. Die Marke gehört zu Pernod Ricard. Für die Liköre werden Schalen von Orangen aus Südspanien, Pomeranzen aus Haiti, grünen Orangen aus Marokko und Tunesien sowie Chinarinde aus Peru monatelang in Alkohol eingelegt. Gelagert wird in Eichenfässern.
Die Firma Lillet Frères wurde 1872 in Podensac südlich von Bordeaux gegründet, der Lillet selbst entstand 1887. Die Idee, Bordeaux-Wein mit exotischen Früchten zu kombinieren, stammte von Pater Kermann, der als Arzt nach Brasilien ausgewandert war und in Bordeaux Stärkungsmittel aus Chinarinde herstellte.
1987 wurde das Rezept des Lillet Blanc dem zeitgenössischen Geschmack angepasst, er schmeckt seitdem leichter und fruchtiger. Es gibt Lillet Blanc aus weißen Rebsorten, Lillet Rosé seit 2012 und Lillet Rouge, der 1962 für den amerikanischen Markt entwickelt wurde.
Woher der Wild Berry kommt
Der Drink ist jung. Seit 2020 veröffentlicht Lillet, teils zusammen mit Schweppes, Cocktailrezepte wie den Lillet Wild Berry, den Lillet Vive und den Lillet Rosé White Peach. Der Wild Berry entwickelte sich in Deutschland zum Sommer-Trendgetränk. 2022 sang Nina Chuba in ihrem Nummer-eins-Hit „Wildberry Lillet“ davon.
Das Grundprinzip ist älter: Lillet wird traditionell sehr kalt, auf Eis und mit einem Schnitz Limette oder Orange als Aperitif getrunken. Die Limonade macht daraus einen Longdrink.
Variante ohne Alkohol
Lillet bringt Wein, Bitterkeit und Orange. Ohne Alkohol ersetzt du das mit Traubensaft für den Weinton und Limette für die Frische.
Zutaten für ein Glas
- 5 cl weißer Traubensaft
- 1 cl frischer Limettensaft
- 10 cl Wild-Berry-Limonade
- Eis, Beeren, Limettenscheibe
Zubereitung wie oben. Wer einen alkoholfreien Aperitif auf Weinbasis im Kühlschrank hat, nimmt 5 cl davon statt Traubensaft und Limettensaft. Alkoholfreier Weißwein funktioniert ebenfalls, dann 6 cl.
Weitere Varianten
Lillet Rosé Wild Berry: Lillet Rosé statt Blanc. Der Drink wird dunkler und beeriger, die Bitternote geringer.
Lillet Vive: 5 cl Lillet Blanc, 10 cl Tonic Water, Gurkenscheibe, Erdbeere und Minze. Herber als der Wild Berry und weniger süß.
Lillet Berry mit Sprudel: Wer die Limonade zu süß findet, nimmt 5 cl Lillet, 5 cl Wild Berry und 5 cl Mineralwasser. Beeren und Limette bleiben.
Für eine Karaffe für acht Gläser: 400 ml Lillet, 800 ml Limonade, 200 g Beeren, 1 Limette in Scheiben. Erst kurz vor dem Servieren mischen, das Eis kommt in die Gläser.
Alkohol im Glas
5 cl Lillet mit 17 Vol.-% enthalten rund 7 Gramm reinen Alkohol, etwa halb so viel wie ein kleines Bier. Im fertigen Drink mit 15 cl Flüssigkeit liegt der Alkoholgehalt bei knapp 6 Vol.-%. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht in ihrem Positionspapier von 2024 keine gesundheitlich sichere Alkoholmenge. Wer fährt, nimmt die Variante ohne Alkohol.
Häufige Fragen
Welche Limonade ist Wild Berry?
Schweppes Russian Wild Berry, eine Limonade mit Waldbeergeschmack. Andere Hersteller haben ähnliche Sorten, der Geschmack unterscheidet sich leicht.
Kann ich Lillet Rosé nehmen?
Ja, das Ergebnis ist fruchtiger und etwas süßer. Lillet Blanc ist die Version, die Lillet und Schweppes bewerben.
Wie lange hält eine angebrochene Flasche Lillet?
Mit 17 Vol.-% ist Lillet ein Wein-Aperitif und oxidiert. Im Kühlschrank hält die offene Flasche etwa 4 Wochen, danach schmeckt er flach.
Welche Beeren passen am besten?
Himbeeren und Heidelbeeren, weil sie nicht zerfallen. Tiefgekühlte Beeren funktionieren und kühlen zusätzlich.
Geht der Drink mit Sekt?
Ja: 5 cl Lillet, 5 cl Wild Berry, 5 cl trockener Sekt. Dann ist er weniger süß und hat mehr Alkohol.
Was ist der Unterschied zu Aperol Spritz?
Aperol Spritz ist bitter und orange, mit Prosecco und Sodawasser. Lillet Wild Berry ist süß und beerig, mit Limonade statt Sekt. Beide sind Aperitifs auf Eis.
Quellen
Wikipedia: Lillet
Wikipedia: Aperitif
Deutsche Gesellschaft für Ernährung: FAQ Alkohol
Das passt dazu
Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:
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- Alkoholfreier Aperitif: Rezepte für erfrischende Getränke
- Aperol Spritz: Das Originalrezept für den italienischen Aperitif
Geschrieben von Marie, Redaktion geschmacksguru.com — sie kocht hier und schreibt die Rezepte auf.

