Wie lange muss Reis kochen? Zeiten für alle Sorten

Kurz gesagt: Weißer Langkornreis braucht 10 bis 12 Minuten, Basmati etwa 10, Vollkornreis 30 bis 40 Minuten. Beim Quellverfahren wird der Reis mit der doppelten Menge Wasser aufgesetzt und zieht nach dem Kochen weitere 5 bis 10 Minuten nach.

Die Sorte bestimmt die Zeit. Das Verfahren bestimmt, ob er klebt.

Die Zeiten nach Sorte

Weißer Langkornreis: 10 bis 12 Minuten

Basmati: etwa 10 Minuten

Jasminreis: 10 bis 12 Minuten

Rundkornreis für Milchreis: 25 bis 30 Minuten

Risottoreis: 18 bis 20 Minuten unter Rühren

Vollkorn- und Naturreis: 30 bis 40 Minuten

Parboiled: 12 bis 15 Minuten

Wildreis: 40 bis 45 Minuten

Die Quellmethode

Eine Tasse Reis, zwei Tassen Wasser, Salz. Aufkochen, dann auf kleinste Stufe schalten und mit geschlossenem Deckel ziehen lassen.

Deckel während des Garens nicht öffnen – der Dampf ist Teil des Verfahrens. Nach der Garzeit den Topf vom Herd nehmen und fünf bis zehn Minuten nachquellen lassen.

Vorteil: Nährstoffe bleiben erhalten, weil kein Wasser weggeschüttet wird.

Die Wassermethode

Reis in reichlich sprudelndem Salzwasser garen wie Nudeln und anschließend abgießen. Das Ergebnis ist körniger, aber ein Teil der wasserlöslichen Nährstoffe geht verloren.

Diese Methode ist auch die empfohlene, wenn man den Arsengehalt senken will: Reichlich Wasser verwenden und abgießen.

Waschen oder nicht

Basmati und Jasminreis werden vor dem Kochen gewaschen, bis das Wasser klar ist – das entfernt losen Stärkestaub und verhindert Kleben.

Risottoreis wird nicht gewaschen: Dort ist die Stärke erwünscht, sie macht das Gericht cremig.

Aufwärmen und Lagern

Gekochter Reis sollte zügig abkühlen und in den Kühlschrank. Bei Zimmertemperatur können sich Sporen von Bacillus cereus vermehren, die Magen-Darm-Beschwerden auslösen.

Aufgewärmt wird nur einmal und dann richtig heiß.

Die Sorten im Überblick

Langkornreis bleibt körnig und eignet sich als Beilage, Rundkornreis gibt Stärke ab und wird cremig, weshalb er für Milchreis und Risotto verwendet wird. Mittelkornreis liegt dazwischen. Die Kornform sagt damit mehr über die Verwendung als der Name.

Basmati und Jasminreis sind aromatische Langkornsorten mit kürzerer Garzeit, Vollkornreis behält die Silberhaut und braucht deutlich länger. Parboiled Reis wurde vor dem Schälen unter Druck behandelt, wodurch Nährstoffe ins Korn wandern. Er zerkocht kaum.

Wildreis ist botanisch kein Reis, sondern das Korn einer Wasserpflanze, und braucht vierzig Minuten oder mehr. Er wird meist mit anderen Sorten gemischt. Die Garzeiten sind dann nach der längsten Komponente zu bemessen.

Reiskocher, Mikrowelle und Dampfgarer

Ein Reiskocher arbeitet nach der Quellmethode und schaltet automatisch ab, sobald das Wasser aufgenommen ist. Das Ergebnis ist gleichmäßiger als auf dem Herd, weil Temperatur und Zeit nicht überwacht werden müssen. Für Haushalte, die häufig Reis essen, lohnt sich das Gerät.

In der Mikrowelle gelingt Reis in einem hohen, abgedeckten Gefäß mit Wasser im Verhältnis eins zu zwei. Die Garzeit liegt je nach Leistung bei etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten. Das Gefäß muss groß genug sein, weil der Reis stark aufschäumt.

Im Dampfgarer wird Reis mit Wasser in eine geschlossene Schale gegeben und im Dampf gegart. Das dauert etwas länger, liefert aber sehr gleichmäßige Ergebnisse. Für größere Mengen ist die Methode gut geeignet.

Arsen im Reis

Reis nimmt aus dem Boden mehr Arsen auf als andere Getreide, weil er im Wasser wächst. Deutsche Behörden empfehlen deshalb, Reis abwechslungsreich zu verwenden und nicht ausschließlich als Getreide zu essen. Für Erwachsene gilt der übliche Verzehr als unbedenklich.

Der Gehalt lässt sich durch Zubereitung senken: Wer Reis vorher wäscht und mit reichlich Wasser kocht, das anschließend abgegossen wird, verringert den Anteil deutlich. Diese Methode kostet allerdings wasserlösliche Vitamine. Beides gegeneinander abzuwägen ist Sache des Haushalts.

Für Säuglinge und Kleinkinder raten Behörden, Reisdrinks nicht als Ersatz für Milch zu verwenden und Reiswaffeln nur in Maßen zu geben. Der Grund ist das geringe Körpergewicht. Für ältere Kinder und Erwachsene gilt diese Einschränkung nicht.

Nährwerte und resistente Stärke

Weißer Reis liefert je 100 Gramm gekocht rund 130 Kilokalorien und besteht überwiegend aus Stärke. Vollkornreis enthält zusätzlich Ballaststoffe, Magnesium und B-Vitamine, weil die Randschichten erhalten bleiben. Deshalb sättigt er länger.

Wird gekochter Reis abgekühlt, wandelt sich ein Teil der Stärke in resistente Stärke um, die im Dünndarm nicht verdaut wird. Sie wirkt ähnlich wie Ballaststoffe und gelangt in den Dickdarm. Auch nach erneutem Erhitzen bleibt ein Teil davon erhalten.

Für Menschen mit Diabetes ist der Unterschied zwischen den Sorten relevant, weil Vollkorn- und Parboiled-Reis den Blutzucker langsamer ansteigen lassen. Fachgesellschaften empfehlen deshalb diese Varianten. Die Portionsgröße bleibt entscheidend.

Aufbewahren ohne Risiko

Gekochter Reis sollte zügig abkühlen und innerhalb einer Stunde in den Kühlschrank, weil sich sonst Sporen eines Bakteriums vermehren können, das Erbrechen und Durchfall auslöst. Diese Sporen überstehen das Kochen. Genau deshalb ist die Lagerung entscheidend.

Im Kühlschrank hält sich gekochter Reis ein bis zwei Tage. Beim Aufwärmen sollte er durchgehend heiß werden, nicht nur lauwarm. Mehrfaches Aufwärmen ist zu vermeiden.

Reis, der über Nacht bei Zimmertemperatur stand, wird nicht mehr gegessen. Auch ein unauffälliger Geruch ist kein Freibrief. Diese Regel ist einer der häufigsten Ratschläge der Lebensmittelüberwachung.

Sushi-Reis und Risotto

Für Sushi wird Rundkornreis verwendet, der nach dem Garen mit einer Mischung aus Reisessig, Zucker und Salz gewürzt und dabei vorsichtig gewendet wird. Er soll klebrig, aber nicht matschig sein. Gewaschen wird er vorher gründlich, bis das Wasser klar bleibt.

Risotto verlangt das Gegenteil: Der Reis wird nicht gewaschen, weil die äußere Stärke für die Bindung gebraucht wird. Die Flüssigkeit wird nach und nach zugegeben und unter Rühren aufgenommen. Die Garzeit liegt bei etwa achtzehn Minuten.

Für Milchreis wird Rundkornreis in Milch bei niedriger Temperatur gegart, was rund dreißig bis vierzig Minuten dauert. Er muss regelmäßig gerührt werden, sonst brennt er an. Ein Topf mit dickem Boden hilft dabei.

Häufige Fragen

Welches Verhältnis Reis zu Wasser?

Bei der Quellmethode eins zu zwei, bei Vollkornreis etwas mehr Wasser.

Warum klebt mein Reis?

Zu viel Stärke – waschen hilft. Oder zu viel Rühren während des Garens.

Kann man Reis vorkochen?

Ja, aber zügig abkühlen und kühl lagern.

Wie lange hält gekochter Reis?

Im Kühlschrank ein bis zwei Tage.

Wie viel Wasser braucht Reis?

Bei der Quellmethode etwa doppelt so viel wie Reis.

Warum soll gekochter Reis schnell kühlen?

Sonst können sich hitzeresistente Sporen vermehren.

Wird Risottoreis gewaschen?

Nein, die äußere Stärke wird für die Bindung gebraucht.

Quellen

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Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Bella, Redaktion geschmacksguru.com — sie schreibt hier über Rezepte, Zutaten und Küchentechnik.


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