Grilled Blue Grenadier, Salad, Corn and Sambal - Hooked

Rezept griechischer Salat: Choriatiki mit Feta, Oliven und Gurke

Kurzantwort: Für 4 Personen brauchst du 4 reife Tomaten, 1 Salatgurke, 1 rote Zwiebel, 1 grüne Paprika, 100 g Kalamata-Oliven, 200 g Feta, 4 EL Olivenöl, 1 EL Rotweinessig, 1 TL getrockneten Oregano und Salz. Gemüse grob schneiden, in eine Schüssel geben, Feta als ganzes Stück obenauf legen, mit Öl beträufeln und Oregano bestreuen. Kein Blattsalat, kein Joghurt-Dressing. Fertig in 15 Minuten.

Der griechische Salat heißt in Griechenland Choriatiki, Bauernsalat. Laut Wikipedia besteht er aus Gurken, Tomaten, grüner Paprika, Oliven, Feta und Zwiebeln, mit Olivenöl, Salz und Oregano. Seine heutige Form entstand im frühen 20. Jahrhundert, nachdem die Tomate im 19. Jahrhundert in Griechenland angekommen war.

Was ihn von der deutschen Imbissversion unterscheidet: kein Eisbergsalat, kein Mais, kein Joghurt. Das Gemüse wird grob geschnitten, der Feta liegt als Block obenauf und wird erst am Tisch zerteilt. Das Dressing besteht aus Olivenöl, sonst fast nichts.

Der Salat steht und fällt mit den Tomaten. Nimm reife, die nach Tomate riechen. Im Winter ist er mit Supermarkttomaten eine traurige Angelegenheit, im August das beste Abendessen, das in 15 Minuten geht.

Zutaten für 4 Personen

  • 4 große reife Tomaten, etwa 600 g
  • 1 Salatgurke, etwa 400 g
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 grüne Paprika
  • 100 g Kalamata-Oliven mit Stein
  • 200 g Feta am Stück
  • 4 EL natives Olivenöl extra
  • 1 EL Rotweinessig, wahlweise
  • 1 TL getrockneter Oregano, am besten griechischer Rigani
  • ½ TL Salz
  • 2 EL Kapern, wahlweise

Zubereitung, 15 Minuten

  1. Tomaten waschen, Strunk entfernen und in grobe Stücke schneiden, etwa Achtel. Mit dem Saft in eine große Schüssel geben.
  2. Gurke waschen, nach Belieben streifenweise schälen, längs halbieren und in 1 cm dicke Halbmonde schneiden.
  3. Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Ringe oder Streifen schneiden. Wer sie milder mag, legt die Streifen 10 Minuten in kaltes Wasser.
  4. Paprika entkernen und in schmale Ringe schneiden.
  5. Gemüse und Oliven in der Schüssel locker mischen, mit Salz bestreuen. Nur wenig Salz, der Feta bringt viel mit.
  6. Feta als ganzes Stück auf den Salat legen. Nicht würfeln, nicht zerbröseln.
  7. Olivenöl über Feta und Gemüse träufeln, Oregano zwischen den Fingern zerreiben und darüberstreuen. Wer Essig mag, gibt ihn jetzt dazu.
  8. 5 Minuten stehen lassen, damit Tomatensaft und Öl sich unten in der Schüssel mischen. Am Tisch den Feta mit der Gabel zerteilen. Dazu Weißbrot zum Auftunken.

Worauf es ankommt

Die Reihenfolge zählt. Salz kommt auf das Gemüse, bevor das Öl darübergeht, sonst perlt es ab. Das Öl geht als Letztes über den Käse, damit der Oregano daran haftet.

Die Schnittgröße zählt. Tomatenachtel, Gurkenhalbmonde, Paprikaringe. Feine Würfel machen aus dem Salat einen Brei. Grobe Stücke bleiben zwei Stunden knackig.

Das Öl zählt. Vier Esslöffel gutes Olivenöl sind das Dressing, nicht ein Zusatz. Griechisches oder kretisches Öl schmeckt grasig und leicht bitter und passt am besten. Ein mildes italienisches geht auch.

Feta oder Hirtenkäse: der Unterschied

Feta ist seit dem 15. Oktober 2002 eine geschützte Ursprungsbezeichnung in der EU. Nur Käse aus Griechenland aus Schaf- und Ziegenmilch, in Salzlake gereift, darf so heißen. Er enthält laut Wikipedia rund 22 g Fett je 100 g.

Käse aus Kuhmilch, der ähnlich aussieht, heißt im Handel „Hirtenkäse“, „Balkankäse“ oder „Salatkäse nach griechischer Art“. Er ist milder, weniger salzig und oft weicher. Im Salat funktioniert er, schmeckt aber nach weniger. Wer den Unterschied einmal nebeneinander probiert hat, greift zum Feta.

Feta aus reiner Schafmilch ist cremiger, Feta mit Ziegenanteil kräftiger und krümeliger. Beides ist echt, beides passt. Vor dem Servieren 30 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen, kalt schmeckt er stumpf.

Varianten aus Griechenland

Der nächste Verwandte ist Dakos aus Kreta: ein Gerstenzwieback, Paximadi genannt, mit geriebener Tomate, zerkrümeltem Feta, Oregano und Olivenöl, laut Wikipedia früher das Essen von Hirten, Fischern und Seeleuten, weil der Zwieback lange hielt. Wahlweise kommen Knoblauch, Zwiebel und Kapern dazu. Wer zwei Zwiebäcke kurz anfeuchtet und den Choriatiki darauf gibt, hat beides in einer Schüssel.

Für ein Hauptgericht wird der Salat mit 200 g gekochten weißen Bohnen oder mit gegrillten Zucchinischeiben ergänzt. Beides sättigt und passt zum Olivenöl.

Was nie dazugehört: Blattsalat, Mais, Joghurtsauce, Balsamico. Wer das mag, macht einen anderen Salat, keinen griechischen.

Was dazu passt

In Griechenland ist Choriatiki eine Vorspeise oder eine Beilage zu Gegrilltem: Souvlaki, Bifteki, gegrillter Fisch. Als Hauptgericht reicht er mit viel Brot und einer Schale Tzatziki für zwei Personen.

Der Salat lässt sich nicht vorbereiten. Gemüse und Käse schneiden geht eine Stunde vorher, das Salzen und Ölen erst kurz vor dem Essen. Reste halten sich einen Tag im Kühlschrank, das Gemüse wird dann weich.

Häufige Fragen

Muss die Paprika grün sein?

Klassisch ja, sie ist herber und passt zum süßen Tomatensaft. Rote oder gelbe Paprika gehen, machen den Salat aber süßer.

Kann ich Oliven ohne Stein nehmen?

Ja, aber Oliven mit Stein schmecken intensiver. Kalamata-Oliven sind die traditionelle Wahl. Bei sehr günstigen schwarzen Oliven lohnt der Blick auf die Zutatenliste: Steht dort Eisen-II-Gluconat oder Eisen-II-Lactat, wurden grüne Oliven durch Oxidation geschwärzt. Man erkennt sie auch am grünlichen Kern.

Warum wird mein Salat wässrig?

Zu früh gesalzen oder zu fein geschnitten. Grob schneiden und erst kurz vor dem Essen salzen.

Passt Essig in den griechischen Salat?

Laut Wikipedia gehört er nicht überall zur klassischen Rezeptur. Ein Esslöffel Rotweinessig oder Zitronensaft ist üblich, aber kein Muss.

Wie viel Feta pro Person?

50 g als Beilage, 80 bis 100 g als Hauptgericht.

Kann ich den Salat vegan machen?

Ja, mit veganem Salatkäse auf Basis von Kokosöl oder mit Tofu, der einen Tag in Salzlake mit Zitronensaft und Oregano gelegen hat.

Quellen

Wikipedia: Griechischer Bauernsalat
Wikipedia: Feta
Wikipedia: Dakos
Bundeszentrum für Ernährung: Grüne und schwarze Oliven

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Marie, Redaktion geschmacksguru.com — sie kocht hier und schreibt die Rezepte auf.


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