Cremige Butternut-Kürbissuppe mit Kernen

Kürbissuppe mit Butternut: Cremig aus dem Ofen mit Ingwer

Kurzantwort: Butternut-Kürbissuppe wird am besten, wenn der geschälte Kürbis in Würfeln 25 Minuten bei 220 Grad geröstet wird, bis die Kanten karamellisieren, und dann mit angeschwitzter Zwiebel, Knoblauch, 30 g Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel, 700 ml Brühe und 200 ml Kokosmilch püriert wird. Orangensaft, Chili und ein Teelöffel Essig geben die Säure, ohne die Butternut zu süß schmeckt. 55 Minuten, vier Portionen, 260 Kilokalorien, vegan. Butternut hat eine harte Schale und wird im Gegensatz zu Hokkaido geschält, dafür ist er süßer und cremiger.

Butternut ist der cremigste Kürbis, sein Fleisch ist fest, süß und ohne Fasern, und er ergibt eine samtige Suppe ohne Sahne. Seine Süße ist auch seine Schwäche: ohne Ingwer, Säure und Gewürze schmeckt die Suppe nach Babybrei. Das Rösten im Ofen gibt ihr Tiefe, die Orange Frische, der Ingwer Schärfe, dann ist sie das beste Argument für den Herbst.

Hier findest du den Kürbis und seine Vorbereitung, das Rösten und die Topfversion, die Gewürze, die Bindung ohne Sahne, das Pürieren, das Abschmecken gegen die Süße, Toppings, Varianten mit Curry, Apfel, Möhre und Speck, die Suppe für Gäste und Kinder, das Einfrieren, Nährwerte und die Fehler, die Butternut-Suppe fad machen.

Butternut-Suppe: geröstet, mit Ingwer, Kokosmilch, Orange und Kürbiskernen. Foto: Vegan Feast Catering, CC BY 4.0

Geröstete Butternut-Kürbissuppe — das Rezept

  • Vorbereitung: 15 Min.
  • Garzeit: 40 Min.
  • Gesamt: 55 Min.
  • Ergibt: 4 Portionen
  • Pro Portion: 260 kcal

Zutaten

  • 1 Butternut-Kürbis (etwa 1,2 kg)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 30 g frischer Ingwer
  • 1 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Kokosmilch
  • Saft und Abrieb einer halben Orange
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Prise Chiliflocken
  • 1 TL Apfelessig oder Zitronensaft
  • Zum Servieren: geröstete Kürbiskerne, Kürbiskernöl, Kokosmilch, Koriander

Zubereitung

  1. Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Butternut mit dem Sparschäler schälen, halbieren, Kerne entfernen, in 3 cm große Würfel schneiden.
  2. Würfel mit 2 EL Öl, Salz und Pfeffer auf einem Blech mischen und 25 Minuten rösten, bis sie weich sind und die Kanten braun.
  3. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein hacken. Restliches Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel 4 Minuten glasig dünsten, Knoblauch, Ingwer, Kurkuma und Kreuzkümmel eine Minute mitrösten.
  4. Gerösteten Kürbis und Brühe zugeben, aufkochen, 5 Minuten köcheln. Kokosmilch, Orangensaft und Abrieb einrühren.
  5. Im Standmixer oder mit dem Pürierstab samtig pürieren, mit Brühe auf die gewünschte Konsistenz bringen.
  6. Mit Salz, Pfeffer, Chili und einem Teelöffel Essig abschmecken. Mit Kürbiskernen, Kernöl, Kokosmilch und Koriander servieren.

Der Butternut

Butternut ist birnenförmig, hellbeige, mit einem festen Hals ohne Kerne und einem Bauch mit kleiner Kernhöhle. Sein Fleisch ist orange, dicht, süß und nussig, ohne die Fasern anderer Sorten, deshalb ergibt er die cremigste Suppe. Ein Kürbis von 1,2 Kilo ergibt etwa 900 g Fleisch, vier Portionen. Reif ist er, wenn die Schale matt und hart ist und der Stiel trocken. Er hält bei Zimmertemperatur zwei Monate, angeschnitten in Folie eine Woche im Kühlschrank. Saison ist September bis Januar, importierte gibt es das ganze Jahr. Er kostet ein bis drei Euro das Kilo.

Butternut: birnenförmig, süß, cremig, muss geschält werden. Foto: Saucy Salad, CC BY 4.0

Schälen und Schneiden

Butternut hat eine harte, ungenießbare Schale und wird geschält, im Gegensatz zu Hokkaido. Mit dem Sparschäler geht es am einfachsten: Hals und Bauch erst trennen, den Hals längs halbieren, dann alles schälen und in drei Zentimeter große Würfel schneiden, die Kerne mit einem Löffel aus dem Bauch kratzen. Ein großes, scharfes Messer und ein rutschfestes Brett, der Kürbis ist hart. Wer die Mühe scheut, röstet die Hälften mit Schale und löffelt das Fleisch nach dem Rösten heraus, das ist der einfachere Weg für die Suppe. Zwei Minuten in der Mikrowelle machen die Schale weicher.

Mit dem Sparschäler schälen, Hals und Bauch getrennt. Foto: Mompati Dikunwane, CC BY-SA 4.0

Rösten statt Kochen

Die Würfel mit Olivenöl, Salz und Pfeffer auf dem Blech, 25 Minuten bei 220 Grad, bis sie weich sind und die Kanten dunkel karamellisieren. Das Rösten konzentriert die Süße, gibt Röstaromen und Tiefe, die eine gekochte Suppe nicht hat. Die Zwiebel kann in Spalten mitrösten, der Knoblauch in der Schale. Wer keine Zeit hat, kocht die Würfel direkt in der Brühe 20 Minuten, die Suppe wird heller und milder. Der Unterschied ist der zwischen einer guten und einer sehr guten Kürbissuppe.

25 Minuten bei 220 Grad rösten: die Kanten karamellisieren. Foto: Didriks, CC BY 4.0

Die Gewürze gegen die Süße

30 g frischer Ingwer, gerieben oder gehackt, gibt Schärfe und Frische. Zwei Knoblauchzehen und eine Zwiebel die Basis. Kurkuma für Farbe und Wärme, Kreuzkümmel für Tiefe. Chili für Schärfe. Alles wird im Öl angeröstet, bevor Kürbis und Brühe dazukommen. Alternativ ein Esslöffel rote Currypaste für die thailändische Richtung, Zimt und Muskat für die Herbstrichtung, Salbei und Parmesan für die italienische. Ohne Gewürze schmeckt Butternut nach Süßkartoffelbrei, mit ihnen nach Suppe.

Ingwer, Knoblauch, Zwiebel: die Basis gegen die Süße. Foto: rovingI, CC BY 4.0

Kokosmilch, Sahne oder nichts

200 ml Kokosmilch machen die Suppe cremig, vegan und leicht exotisch, sie passt zu Ingwer und Orange. Sahne ist die klassische Wahl, Crème fraîche gibt Säure. Butternut ist so cremig, dass die Suppe auch ohne alles samtig wird, nur mit Brühe, dann 200 Kilokalorien je Portion. Ein Esslöffel Butter am Ende rundet die Version ohne Milchprodukte. Kokosmilch nicht kochen, sie flockt, erst nach dem Pürieren bei kleiner Hitze.

Pürieren

Im Standmixer wird die Suppe am feinsten, in zwei Portionen, halb gefüllt, Deckel festgehalten. Der Pürierstab im Topf ist praktischer und fast so gut. Nach dem Pürieren wird mit Brühe die Konsistenz eingestellt, sie soll vom Löffel fließen, nicht stehen. Butternut braucht keine Kartoffel zum Binden, er bindet allein. Für Gäste durch ein feines Sieb gestrichen wird sie samtig wie im Restaurant.

Im Standmixer samtig, mit Brühe auf Konsistenz. Foto: Brassluff, CC0

Abschmecken

Nach dem Pürieren fehlt fast immer Salz, dann Säure. Saft und Abrieb einer halben Orange, ein Teelöffel Apfelessig oder Zitronensaft, das hebt die Suppe aus der Süße. Pfeffer und Chili für Schärfe. Ein Teelöffel Ahornsirup nur, wenn der Kürbis wider Erwarten fad ist. Erst wenn süß, salzig, sauer und scharf im Gleichgewicht sind, ist sie fertig. Wer sie noch immer zu süß findet, gibt einen Teelöffel Miso oder Sojasauce dazu.

Toppings

Geröstete Kürbiskerne für Biss. Kürbiskernöl in Tropfen für Farbe und Nussigkeit. Ein Klecks Kokosmilch oder Crème fraîche. Koriander oder Petersilie. Chiliöl oder Chiliflocken. Knusprige Speckwürfel oder gebratener Salbei in Butter. Croutons oder Kichererbsen aus dem Ofen. Gebratene Garnelen oder Jakobsmuscheln für Gäste. Feta zerbröselt. Zwei Toppings, eins knusprig, eins cremig, machen aus der Suppe ein Gericht.

Kürbiskerne, Kürbiskernöl, Kokosmilch, Chili, Koriander. Foto: Scarygami, CC BY-SA 4.0

Varianten

Mit einem Apfel mitgeröstet fruchtiger. Mit zwei Möhren und einer Pastinake wurzeliger. Mit einer Süßkartoffel noch cremiger und süßer, dann mehr Säure. Mit roter Currypaste und Limette thailändisch. Mit Salbei, Parmesan und Butter italienisch. Mit Zimt, Muskat und Ahornsirup amerikanisch. Mit roten Linsen, 100 g mitgekocht, eiweißreich und sättigend. Mit Speck ausgelassen in der Basis deftig. Mit Kastanien aus dem Vakuumpack püriert festlich.

Für Gäste und Kinder

Als Vorspeise in Gläsern oder Tassen mit einem Klecks Kokosmilch und drei Kürbiskernen, 100 ml je Gast, am Vortag gekocht. Als Hauptgericht mit Brot, Garnelen oder Kichererbsen. Für Kinder mit weniger Ingwer, ohne Chili, mit Orange, die Süße kommt an, mit einem Gesicht aus Sahne. Als Babybrei ab dem fünften Monat Butternut gekocht mit Kartoffel und Rapsöl, ohne Salz und Gewürze.

Einfrieren und Aufbewahren

Die Suppe hält vier Tage im Kühlschrank und dickt nach, beim Aufwärmen Brühe zugeben. Eingefroren in Portionen drei Monate, mit Kokosmilch geht das, nach dem Aufwärmen kurz pürieren. Geröstete Kürbiswürfel lassen sich einfrieren und ergeben später in zehn Minuten eine Suppe. Ein Butternut im Oktober geröstet und eingefroren ist das Abendessen im Dezember.

Butternut, Hokkaido, Muskat

Hokkaido wird nicht geschält, ist kleiner, fester und schmeckt nussig-mild, die Suppe wird rustikaler. Butternut wird geschält, ist süßer und cremiger, die Suppe samtig. Muskatkürbis ist groß, aromatisch und leicht muskatig, für Suppe hervorragend, aber schwer zu verarbeiten. Für die cremigste Suppe Butternut, für die schnellste Hokkaido, für die aromatischste Muskat. Alle drei funktionieren mit diesem Rezept.

Butternut ganz im Ofen

Wer nicht schälen will, halbiert den Kürbis längs, entfernt die Kerne, bestreicht die Schnittflächen mit Öl und röstet die Hälften mit der Schnittfläche nach unten 40 Minuten bei 200 Grad, bis das Fleisch weich ist. Dann wird es mit dem Löffel aus der Schale gelöffelt und wie im Rezept mit Brühe und Gewürzen püriert. Das Fleisch ist weicher und süßer als bei Würfeln, die Röstkanten fehlen, dafür entfällt das Schälen. Der Ofen macht die Arbeit, die Küche bleibt sauber.

Die Suppe als Sauce und Basis

Dicker gekocht mit weniger Brühe wird die Butternut-Suppe zur Sauce für Nudeln mit Salbei und Parmesan, zur Basis für ein Kürbisrisotto oder zum Püree unter gebratenem Fisch. Ein Rest im Kühlschrank ist am nächsten Tag die Pastasauce. Mit Kichererbsen und Spinat wird sie zum Curry, mit Reis eingelegt zum Eintopf. Butternut püriert ist eine Grundzutat, keine nur Suppe.

Kürbiskerne rösten

Die Kerne aus dem Bauch werden gewaschen, getrocknet, mit Öl und Salz auf dem Blech die letzten zehn Minuten mit dem Kürbis geröstet und sind das Topping aus dem eigenen Kürbis. Gekaufte grüne Kürbiskerne ohne Schale in der trockenen Pfanne drei Minuten geröstet, bis sie knacken. Mit Chili und Paprika gewürzt sind sie der Snack, der neben der Suppe steht.

Nährwerte

Eine Portion von vier mit Kokosmilch hat etwa 260 kcal, 4 g Eiweiß, 15 g Fett und 28 g Kohlenhydrate. Ohne Kokosmilch 180, mit Sahne 240. Butternut liefert Betacarotin, Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe bei 45 kcal je 100 g. Die Suppe ist leicht, sättigt durch das Volumen und ist mit Brot ein Abendessen.

Kosten

Ein Butternut zwei bis drei Euro, Zwiebel, Ingwer, Knoblauch 80 Cent, Brühe und Kokosmilch 1,50 Euro, Kürbiskerne 50 Cent. Vier Portionen für rund fünf Euro, 1,25 Euro je Teller. Im Herbst vom Markt die Hälfte.

Der Ablauf

Ofen an, Kürbis schälen und würfeln, zehn Minuten. Rösten 25 Minuten, in denen Zwiebel, Ingwer und Knoblauch gehackt und angeröstet werden und die Kerne rösten. Kürbis in den Topf, Brühe, fünf Minuten. Kokosmilch, Orange, pürieren, abschmecken, fünf Minuten. 55 Minuten von der Schale bis zum Teller, 20 aktiv.

Brot zur Suppe

Geröstetes Bauernbrot mit Butter, ein Käsetoast, Fladenbrot oder ein Kürbiskernbrötchen. Für ein Abendessen ein Stück Brot je Person und ein Stück Käse, dann ist die leichte Suppe eine Mahlzeit. Ein Riesling oder ein Grauburgunder dazu, im Herbst ein Federweißer.

Typische Fehler

Nicht geschält: Schalenstücke in der Suppe. Nur gekocht: flach. Ohne Ingwer und Säure: Babybrei. Kokosmilch gekocht: flockt. Zu wenig Salz: süß und fad. Zu viel Brühe: dünn. Süßkartoffel dazu ohne mehr Säure: Dessert. Kürbiskerne roh: weich, rösten. Zu heiß gepüriert im vollen Mixer: Deckel fliegt. Ahornsirup in süßen Kürbis: Sirup.

Häufige Fragen

Muss ich Butternut für die Suppe schälen?

Ja, die Schale ist hart. Oder die Hälften mit Schale rösten und das Fleisch herauslöffeln.

Butternut oder Hokkaido für Kürbissuppe?

Butternut für samtig und süß, Hokkaido für schnell und rustikal.

Wie wird Kürbissuppe nicht zu süß?

Ingwer, Orange oder Essig, Salz, Chili, Röstaromen.

Kann ich Butternut-Suppe einfrieren?

Ja, drei Monate, auch mit Kokosmilch.

Wie lange röstet Butternut?

25 Minuten bei 220 Grad in Würfeln, 40 Minuten als Hälften.

Quellen

Geschrieben von Clara, Redaktion geschmacksguru.com — sie schreibt hier über Rezepte, Zutaten und Küchentechnik.

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