Curry Gewürzzubereitung: Was drin ist und wie man Curry selber mischt

Veröffentlicht am 25.09.2026 · Lesezeit 5 Min.

Stand: September 2026 · Lesezeit: 5 Minuten

Curry ist eine Mischung aus Kurkuma und weiteren Gewürzen wie Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Pfeffer, Ingwer und Chili. Steht „Gewürzzubereitung“ auf der Packung, darf das Produkt neben Gewürzen auch andere Zutaten wie Salz oder Stärke enthalten. Es muss aber mindestens 60 Prozent Gewürze aufweisen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kurkuma ist die Basis jedes Currypulvers und sorgt für die gelbe Farbe
  • Curry darf höchstens 5 Prozent Salz enthalten
  • Gewürzzubereitungen enthalten mindestens 60 Prozent Gewürze
  • Selbst gemischt hält Curry im dunklen Glas etwa ein Jahr

Was ist Curry laut Leitsätzen?

In Deutschland beschreiben die Leitsätze für Gewürze des Deutschen Lebensmittelbuchs, was in Curry stecken sollte. Die Neufassung stammt vom 9. Oktober 2025. Danach ist Curry „eine Mischung eigener Art aus Kurkuma“. Dazu kommen andere Gewürze wie Bockshornkleesamen, Cumin, Fenchel und Koriander. Auch Pfeffer, Paprika, Chilis, Ingwer, Kardamom, Macis, Nelken oder Piment sind üblich.

Die Leitsätze erlauben außerdem Speisesalz und weitere Stoffe wie Hülsenfruchtmehl, Stärke oder Dextrose. Der Anteil an Salz darf höchstens 5 Prozent betragen. Die übrigen Stoffe dürfen zusammen höchstens 10 Prozent ausmachen. Je nach Rezept ist Curry gelblich bis bräunlich gefärbt und schmeckt würzig bis scharf.

Kurzantwort: Curry ist laut Leitsätzen eine Mischung aus Kurkuma und weiteren Gewürzen. Salz darf höchstens 5 Prozent ausmachen, andere Zusätze höchstens 10 Prozent.

Gewürzmischung oder Gewürzzubereitung: Der Unterschied

Die Begriffe klingen ähnlich. Auf dem Etikett bedeuten sie aber Verschiedenes. Die Leitsätze unterscheiden so:

Bezeichnung Was drin sein darf
Gewürzmischung ausschließlich Gewürze
Gewürzzubereitung Gewürze plus andere geschmackgebende Zutaten, mindestens 60 Prozent Gewürze
Gewürzsalz mehr als 40 Prozent Salz, mindestens 15 Prozent Gewürze
Curry, Curry-Pulver Kurkuma mit weiteren Gewürzen, höchstens 5 Prozent Salz und 10 Prozent andere Stoffe

Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich also. Steht Salz oder Zucker weit vorne, ist der Gewürzanteil geringer. Reines Currypulver aus Gewürzen schmeckt meist intensiver.

Curry und Garam Masala im Vergleich

Beide Mischungen stammen ursprünglich aus Indien. Sie schmecken aber deutlich verschieden. Garam Masala besteht laut Leitsätzen meist aus schwarzem Pfeffer, Koriander, Zimt, Gewürznelken und Kreuzkümmel. Kurkuma kann enthalten sein, ist aber keine Pflicht. Garam Masala wirkt deshalb wärmer und dunkler. Curry ist durch die Kurkuma gelber und erdiger.

In Indien bezeichnet das Wort Curry zudem meist ein Gericht mit Soße. Einen Einstieg in diese Küche bietet unser Überblick zur indischen Küche.

Woran man gutes Curry erkennt

Die Leitsätze nennen auch Qualitätsmerkmale. Ein Beispiel ist die säureunlösliche Asche. Sie zeigt, ob ein Gewürz mit Erde oder Sand verunreinigt ist. Für Curry-Pulver nennen die Leitsätze einen Gehalt von 1,0 Gramm je 100 Gramm, der üblicherweise nicht überschritten wird. Im Laden hilft ein einfacher Test mit der Nase. Gutes Curry riecht kräftig, sobald die Packung offen ist. Ein blasser, staubiger Duft spricht für alte Ware.

Rezept: Curry selber mischen

Selbst gemischtes Curry lässt sich genau auf den eigenen Geschmack abstimmen. Diese Mischung ergibt etwa ein kleines Glas. Kurkuma macht darin rund 29 Prozent aus.

Gewürz Menge
Kurkuma, gemahlen 4 TL
Koriandersamen 3 TL
Kreuzkümmel (Cumin) 2 TL
Bockshornkleesamen 1 TL
Ingwer, gemahlen 1 TL
Paprika edelsüß 1 TL
schwarzer Pfeffer ½ TL
Chili, gemahlen ½ TL
Kardamom, gemahlen ½ TL
Nelken, gemahlen ¼ TL
Zimt ¼ TL
  1. Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee und Pfefferkörner in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze zwei bis drei Minuten rösten, bis sie duften.
  2. Die Saaten vollständig abkühlen lassen.
  3. Alles im Mörser oder in einer Gewürzmühle fein mahlen.
  4. Mit den gemahlenen Gewürzen gründlich vermengen.
  5. In ein dunkles, luftdichtes Glas füllen und beschriften.

Wer es schärfer mag, erhöht den Chili-Anteil. Für ein mildes Kindercurry fällt der Chili ganz weg.

Kurzantwort: Für selbst gemischtes Curry werden ganze Saaten kurz trocken geröstet, gemahlen und mit Kurkuma, Ingwer und Paprika vermengt. Kurkuma sollte etwa ein Viertel bis ein Drittel ausmachen.

Lagerung und Verwendung

Schrot und Korn empfiehlt, gemahlenes Curry in dunklen Gläsern zu lagern. Licht, Feuchtigkeit und Dampf vom Herd schaden dem Aroma. So hält sich eine fertige Mischung etwa ein Jahr. Ein Etikett mit dem Datum des Mischens hilft beim Überblick. Große Vorräte lohnen sich deshalb kaum. Besser alle paar Monate eine frische Portion ansetzen, dann bleibt das Aroma kräftig.

In der Küche entfaltet Curry sein Aroma am besten in heißem Fett. Das Pulver kurz mit Zwiebeln in Öl oder Butterschmalz anschwitzen, dann die Flüssigkeit zugeben. Es passt zu Gemüsepfannen, Linsen, Hähnchen und Fisch. Ein gutes Beispiel ist unser Fischcurry.

Fazit

Curry ist eine Gewürzmischung mit Kurkuma als Basis. Die Leitsätze legen fest, wie viel Salz und andere Zusätze erlaubt sind. Steht Gewürzzubereitung auf der Packung, sind mindestens 60 Prozent Gewürze enthalten. Wer Curry selbst mischt, bestimmt Schärfe und Aroma und spart dabei Zusatzstoffe.

FAQ – Häufige Fragen

Was ist eine Curry Gewürzzubereitung?

Eine Mischung aus Gewürzen und anderen würzenden Zutaten. Sie enthält mindestens 60 Prozent Gewürze.

Was ist in Currypulver drin?

Kurkuma als Basis, dazu meist Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Pfeffer, Ingwer, Chili und Kardamom.

Wie viel Salz darf Curry enthalten?

Laut Leitsätzen höchstens 5 Prozent.

Warum ist Curry gelb?

Die gelbe Farbe stammt von der Kurkuma.

Was ist der Unterschied zwischen Curry und Garam Masala?

Curry basiert auf Kurkuma. Garam Masala setzt auf Pfeffer, Koriander, Zimt, Nelken und Kreuzkümmel.

Ist Curry eine Pflanze?

Nein. Curry ist eine Mischung aus mehreren Gewürzen. Die Blätter des Currybaums sind ein eigenes Gewürz.

Wie lange hält selbst gemischtes Curry?

Dunkel und trocken gelagert etwa ein Jahr.

Muss man Curry anbraten?

Es ist empfehlenswert. In heißem Fett entfaltet sich das Aroma deutlich stärker.

Welches Curry ist mild?

Eine Mischung ohne Chili und mit wenig Pfeffer. Viele Hersteller kennzeichnen milde Varianten auf der Packung.

Kann man Curry ohne Kurkuma mischen?

Geschmacklich ja. Nach den Leitsätzen gehört Kurkuma aber zur Grundlage von Curry.

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Quellen

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